07.01.19

Warum Miniaturmikrofone der Schlüssel zu einer erfolgreichen Theateraufführung sind

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Was halten Fachleute im Theater und / oder bei Live-Auftritten von Miniaturmikrofonen? A Q&A session with Jim van Bergen, Sound Designer, Production Sound Engineer, Mixer

1. Welche Eigenschaften muss ein Mikrofon aufweisen, um in Deiner täglichen Arbeit gut zu funktionieren?

Ein Mikrofon muss gut klingen, zuverlässig und langlebig sein. Von DPA-Produkten erwarte ich absolute klangliche Neutralität und eine zuverlässige Kontinuität in der Produktion, sodass ich sie bei Live-Produktionen einsetzen kann, bei denen keine Fehler passieren dürfen.

 

 

2. Wie ist das Umfeld bei einer Aufführung?

Das ändert sich ständig! Auf einer Tour wechselt man innerhalb weniger Stunden von kalter in warme Umgebung, von absolut trockener Luft zu total hoher Luftfeuchtigkeit. Selbst wenn man täglich im gleichen Studio oder auf derselben Bühne arbeitet, kann das Mikrofon vergleichbaren Änderungen ausgesetzt sein wenn es binnen kurzer Zeit von der trockenen Aufbewahrung dann mehrere Stunden bei einem verschwitzten Darsteller angebracht ist. Wir arbeiten sehr schnell bei Aufführungen, die absolute Top-Qualität und Zuverlässigkeit erfordern.
 



3. Was ist Dir bei der Mikrofon-Wahl zu einer Produktion wichtig?

Wenn ich ein Mikrofon für meine Arbeit auswähle, verlange ich einen akkuraten und ehrlichen Sound und ein Produkt, das langlebig und flexibel ist. Immer mehr Shows verwenden Kopfbügelmikrofone (oder 'Boom'-Mikrofone mit einem Lavalier in Mundnähe am Ende eines kleinen Drahtes). Diese Geräte benötigen Anpassungen für einen vernünftigen Sitz am Kopf des Darstellers sowie die farbliche Angleichung an den Haut-Ton und müssen einiges aushalten. Kapseldesign und Klangcharakter sind ebenbürtig, aber darüber hinaus geht es auch um die Ergonomie des Gehäuses, Anbringung und Verkabelung, Einschminkbarkeit, Austausch der Kappen (mit anpassbaren EQ-Kurven) und die Fähigkeit, unter schwierigen Bedingungen zu bestehen, sei es die wirklich hohe Bühnenlautstärke, schwierige Wetterbedingungen oder grobe Behandlung durch einen Musiker oder Darsteller. Am Ende des Tages muss der Sound perfekt sein, egal was passiert! Es gibt keine zweite Chance bei einer Live-Produktion.

4. Hattest Du jemals einen Mikrofonausfall während einer Show? Was hast Du getan? Wie schwierig ist es, wenn das passiert?

Natürlich! Glücklicherweise passiert das durch unseren Check vor der Veranstaltung nicht oft, aber wir machen LIVE Shows, und da kann nun mal etwas schief laufen! Wenn Künstler nie von der Bühne treten, versuchen wir sie dazu zu bewegen, direkt ein Ersatzmikrofon zu tragen - bei meinen aktuellen Shows tragen alle Hauptdarsteller ein Doppelmikrofon.

Für Darsteller ohne Zweitmikrofon halten wir spezielle Kits griffbereit - Taschentücher, um Schweiß abzutupfen, einen Luftkompressor, um kleine Elemente wegzublasen, ein vormontiertes Ersatzmikrofon mit Sender für den schnellen Austausch, sollten wir ein Mikrofon oder einen Sender verlieren. Du bereitest Dich auf das Schlimmste vor und besprichst mit dem Audioteam, wie der Austausch so schnell und nahtlos wie möglich vonstatten gehen kann.

 


5. Wie wichtig ist es Dir, dass die verwendeten Mikrofone Schweiß, Make-up und der hohen Beanspruchung während einer Show widerstehen können?

Es ist sehr wichtig, dass die Mikrofone das alles aushalten können. Wir nutzen eine Vielzahl von Tricks, aber eigentlich schicken wir die Mikrofone in die Hölle. Sie bekommen Make-up und Schweiß ab, werden grob behandelt - also tun wir alles, um sie davor zu schützen. Wir arbeiten mit den Herstellern um zu verstehen, wie die Umgebung aussehen kann. Du kannst in einer Live-Show nicht alles verhindern, was passiert, aber Du kannst ein System oder Betriebsabläufe so gestalten, dass die Lebensdauer, die Wartung und die Austauschgeschwindigkeit maximiert werden, wenn nicht alles zu 100% läuft. So zeigen sich die Künstler klanglich immer von ihrer besten Seite und das Publikum bekommt den bestmöglichen Klang. 
 


Über Jim van Bergen

Jim van Bergen arbeitet an Theaterproduktionen, Fernsehsendungen, Konzerten und Corporate Industrials. Zu seinen Kunden zählen Big Apple Circus, Blue Man Group, Metropolitan Opera, NY Philharmonic, Papst Johannes Paul II und Martha Graham Dance Company. Er hat Sound für über zwei Dutzend Produktionen für die Little Orchestra Society im Lincoln Center und über 200 Designs entwickelt, darunter All in the Timing, Bunny Bunny, Cambodia Agonistes und Nunsense sowie das Broadway-Revival von True West, tours of ART, It Ain’t Nothing but the Blues und The Harlem Nutcracker.

Seine Sound-Designs sind über fünf Kontinente getourt und seine Live-Fernsehübertragungen wurden von zig Millionen auf Netzwerken wie ABC, CBS, FOX, A&E, Lifetime, PBS, ESPN, MTV und VH1 angesehen. Drama Desk Nominierung für Lypsinka! A Day in the Life und Tony Nominierung (Produzent) für The Scottsboro Boys.

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